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Der Verein in den Medien
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Der Verein in den Medien 2010
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Walldorfer Rundschau, Samstag, 12.06.2010 Mit Überzeugung für die Armen
Verein Hilfe zur Selbsthilfe startet Gute und weniger gute Nachrichten hatte Elsa Timm im Gepäck, als sie im Mai dem Verein Hilfe zu Selbsthilfe und auch Bürgermeister Heinz Merklinger einen Besuch abstattete. Merklinger waren Elsa Timm und ihr Engagement „mit Liebe für die Arbeit mit armen Menschen" noch von ihrem ersten Besuch in Walldorf vor vier Jahren in bester Erinnerung.
Seit zehn Jahren ist die Diplom-Psychologin mit
deutschen Wurzeln im brasilianischen Turucu Mittlerin und Vertrauensperson
für den Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe und hat vor Ort viele
Projekte erfolgreich auf den Weg gebracht. Dazu gehörten unter anderem der
Aufbau einer Schreinerei, einer Bäckerei, einer Kleiderstube und einer
Baumschule. Auch in Sachen Mädchenzentrum oder eines Schülerhorts war Elsa
Timm erfolgreich aktiv und vermittelte außerdem über siebzig Patenschaften
für benachteiligte Kinder. Die Kleinstadt Turucu in Südbrasilien, die
wirtschaftlich sehr unterentwickelt ist, profitierte vom Engagement des
Vereins und Elsa Timms, die bei der Stadt Turucu angestellt war, sehr. In
kleinen Schritten hat sich die Situation für viele Familien nach und nach
verbessert. „Für viele Einwohner bedeuten die Projekte des Vereins ein
besseres Leben, denn der Verein ist der einzige Arbeitgeber in Turucu", so
Elsa Timm. Es sei auch deutlich zu sehen, welcher große Unterschied zwischen
den Kindern mit und ohne Patenschaften mittlerweile bestehe. Mit der Wahl eines neuen Bürgermeisters im Jahr 2008 bahnte sich jedoch überraschend eine unerwartete Entwicklung an. Nachdem der neue Bürgermeister zunächst versprochen hatte, alle Projekte des Walldorfer Vereins zu unterstützen, blockierte er schließlich alles. Für die Einwohner von Turucu bedeuteten nicht nur die Schließung der sehr gut angenommenen Bäckerei und Schreinerei einen Rückschlag, sondern dazu kam Ende Januar 2009 noch eine schwere Überschwemmung, die viele der ärmlichen Hütten zerstörte. Claudia Frey, die in Walldorf gemeinsam mit Barbara Diehm, der neuen Vorsitzenden des Vereins, die Projekte in Turucu betreut, flog schließlich auf eigene Kosten dorthin. Sie suchte das Gespräch mit dem neuen Bürgermeister, der sich zunächst verständig zeigte. Inzwischen ist zwar die Bäckerei wieder geöffnet, auch das Mädchenzentrum und das Kinderhaus, das 2003/2004 mit Unterstützung des Vereins für sozial benach- |
teiligte Kinder erbaut wurde, laufen weiter.
Doch dieSchreinerei, die auch ausbildete, steht still. Überraschend kündigte
die Stadt Elsa Timm im Februar, was für den Walldorfer Verein das Signal
war, unter die Projekte in Turucu einen Schlussstrich zu ziehen. „Ohne Elsa
Timm fehlt uns die Vertrauensperson vor Ort", so Doris Bernzen, die die
Projekte in Südbrasilien selbst jahrelang betreut hat. Für die Patenkinder
sei jedoch auch weiterhin gesorgt, versicherte Elsa Timm. Die gute Nachricht Elsa Timms lautete, dass sie in ihrem Wohnort Sao Laurenço einen gemeinnützigen Verein gründen will, der partnerschaftlich mit der ökumenischen Kirche vor Ort zusammenarbeiten soll. Sie will dort nicht nur ein Patenschaftsprogramm aufbauen, sondern ein in Sao Laurenço seit acht Jahren laufendes Projekt unterstützen. Dieses widmet sich bedürftigen Erwachsenen, die im Schreiben, Nähen, Kochen und Stricken unterrichtet werden. Es soll außerdem eine Kleiderstube entstehen und auch ein ökologisches Projekt will Elsa Timm wieder auf den Weg bringen. Barbara Diehm und auch die 2. Vorsitzende des Vereins, Sabine Glasbrenner, sind sich sicher, dass die bisherigen Förderer und Unterstützer des Turu9u-Projekts sich auch für Sao Laurenço engagieren werden. „Auch in Sao Lauren90 gibt es sehr viele bedürftige Kinder", so Sabine Glasbrenner.
Mit Elsa Timm (Mitte) wird der Neuanfang in Sao Laurenço gelingen. Dessen sind sich Sabine Glasbrenner, Doris Bernzen und Barbara Diehm vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe sowie auf städtischer Seite Kämmerer Stefan Weisbrod, Bürgermeister Heinz Merklinger und Uta Maier sicher (v.l.n.r./Foto: Pfeifer) |
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Walldorfer Rundschau, Samstag, 22.05.2010 Ein Elternabend ganz anderer Art Unser Verein hatte die deutschen Pateneltern brasilianischer Kindern aus Turucu zu einem gemeinsamen Abend mit Elsa Timm, unserer Projektbetreuerin vor Ort eingeladen. Erfreulich viele Eltern kamen, um sich über „ihr" Patenkind zu erkundigen und Informationen über den Stand des Patenschaftsprojektes zu erhalten. Der Verein hat 10 Jahre lang in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Frau Timm und den Organen der Kommune 164 Kleinkinder bis zum Schuleintritt finanziell unterstützt, so dass es heute dort keine unterernährten Kinder mehr gibt, alle sind ordentlich gekleidet und die Eltern haben viel Unterstützung bei deren Erziehung erhal-
Elsa Timm berichtet von ihren Projekten |
ten. Die Bedeutung von Hygiene, gesunder Ernährung und Bildung konnte den meisten Eltern nachhaltig vermittelt werden. Die politische Situation hat sich nach der Wahl eines neuen Bürgermeisters sehr nachteilig für Frau Timm und unsere Projekte entwickelt, so dass wir uns entschlossen haben, alle Projekte dort zu beenden. Die meisten Projekte liefen auch schon in den letzten Jahren ohne unsere finanzielle Unterstützung, also wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe. Für die nächsten drei Jahre hat der Bürgermeister .genug Geld zur Versorgung der Patenkinder aus den gut laufenden Projekten zur Seite gelegt. Das wissen auch die Eltern der Patenkinder und sie werden auf ihre Unterstützung bestehen. Frau Timm, der gekündigt wurde, kann dieses Projekt nicht mehr betreuen, deshalb sehen wir uns gezwungen, es zu beenden. Aus den Worten von Frau Timm, ihrer Mimik und Gestik konnten alle Anwesenden entnehmen, wie sehr ihr die Kinder und ihre Familien am Herzen liegen, wie sehr sie aber auch zuletzt in ihre Arbeit behindert wurde. Mir erstaunlicher Energie hat sie sich schon wieder einem neuen Projekt zugewendet, von dem wir Ihnen in Kürze berichten werden. In Brasilien gibt es ein schönes Sprichwort: Immer wenn sich irgendwo eine Tür schließt, öffnet sich woanders ein Fenster. An diesem Abend waren alle damit einverstanden, die Tür in Turucu zu schließen und ein neues Fenster in Sao Lourenco, dem Wohnort von Frau Timm, zu öffnen.
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Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch/Donnerstag, 12./13.05.2010
"Hilfe zur Selbsthilfe" Die Unterstützung der brasilianischen Stadt Turucu wurde beendet - Auch im 26 Kilometer entfernten Sao Lourenco gibt es viel zu tun. Walldorf. (behe) Die Projekte des Walldorf er Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" in Turucu/Brasilien sind zehn Jahre gut gelaufen, jetzt müssen sie beendet werden. Stattdessen kommen nach Sao Lourenco, einer 26 Kilometer von Turucu entfernten Stadt, neue von Walldorf geförderte Projekte. In Turucu hatte der Verein eine Schreinerei, eine Bäckerei und eine Baumschule aufgebaut. Auch die Instrumente für eine Musikkapelle, eine Kleiderstube und 73 Patenschaften für Kinder aus bedürftigen Familien wurden von Walldorf aus ins Leben gerufen und finanziert. Des Weiteren wurde dort mit einer 5000-Euro-Spende der Schülermitverwaltung des Gymnasiums ein Aufklärungs- und Bildungsprojekt für arme Mädchen realisiert. --------------------------------------------------- "Die Hilfe wird nicht vergessen" --------------------------------------------------- Die verheerende Überschwemmung im Januar 2009 zerstörte jedoch die meisten Hütten, der größte Arbeitgeber, eine Lederfabrik, musste die Produktion beenden, und seither wandern immer mehr Einwohner von Turucu in bessergestellte Landesteile ab. Der neu gewählte Bürgermeister der Gemeinde besetzte die Verwaltung mit Leuten aus seinem näheren Umfeld, verordnete der Gemeinde einen Sparkurs und kündigte die Arbeitsverträge der Mitarbeiter der Walldorfer Projekte. Auch die Projektleiterin vor Ort, Elsa Timm, erhielt die Kündigung. Nur die Bäckerei wird noch fortgeführt und für die Kinderpatenschaften steht noch drei Jahre lang, bis zum Beginn der Schulpflicht, das von Walldorf gespendete Geld zur Verfügung. Die Kinder erhalten aus den Patenschaften in erster Linie Lebensmittel. Da alle Hilfe und das Vertrauen des Vereins an Elsa Timm geknüpft waren, hat "Hilfe zur Selbsthilfe" jetzt die Unterstützung von Turucu beendet. Elsa Timm, die auf eigene Kosten zurzeit im "Land meiner Vorfahren, die 1870 nach Brasilien ausgewandert sind". Urlaub macht, berichtete Bürgermeister Heinz Merklinger und dem Vereinsvorstand über die Geschehnisse und zeigte die neuen Hilfsprojekte auf. "In Turucu wird die Walldorfer Hilfe nicht vergessen." Und in Sao Lourenco wird der Verein nun eng mit der dortigen ökumenischen Kirche zusammenarbeiten. Ein Projekt läuft dort bereits. Bedürftige Erwachsene erhalten Kurse im Stricken, Nähen, Kochen u8nd auch im Lesen und Schreiben, da immer noch viele nicht alphabetisiert sind. |
Die Vorsitzende des Hilfsvereins, Barbara Diehm, möchte, dass auch ein Patenschaftsprogramm wie in Turucu aufgebaut wird. Pateneltern können dabei bedürftige Kinder bis zum Schuleintritt mit einer Patenschaft von 150 Euro im Jahr unterstützen. Ein weiteres Förderprojekt ist ökologisch. Auf den brachliegenden, durch Raubbau abgeholzten ehemaligen Waldflächen werden Bäume und einheimische Sträucher gepflanzt. Die Rodung riesiger Flächen in Brasilien ist mit ein Grund; warum die Überschwemmungen, die das Land immer wieder heimsuchen, so verheerend ausfielen.
Der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" informierte die Walldorfer Stadtverwaltung über seine neuen Projekte in Brasilien: (v.ii.) Sabine Glasbrenner (zweite Vorsitzende), Doris Bernzen, Barbara Diehm (Vorsitzende), Elsa Timm (Projektbetreuerin in Brasilien), Kämmerer Stefan Weisbrod, Bürgermeister Heinz Merklinger und Uta Maier. Foto: Pfeifer Interessant waren schließlich die Aussagen von Elsa Timm zur Bevölkerung in dem Gebiet um Sao Lourenco. Sie besteht zum größten Teil aus den Nachkommen deutscher Einwanderer. Sao Lourenco allein hat 23000 deutschstämmige Einwohner. Sie sprechen immer noch Deutsch als Muttersprache, nicht selten im Dialekt der ehemaligen Heimat. Elsa Timms Familie lebt jetzt in der fünften Generation in dem Land. Es gibt dort deutschsprachige Rundfunk- und Fernsehsender und die Gottesdienste werden in deutscher Sprache gehalten. Die deutsche Kolonie in Brasilien, die Gemeindepfarrer und kirchlichen Mitarbeiter wurden von den deutschen Kirchen über die Jahrhunderte unterstützt. Die Deutschbrasilianer pflegen mit viel Liebe ihre angestammte Kultur und Sprache, sie bestellen ihre Acker und Felder immer noch mit Pflug und Pferd und benutzen in Haus und Hof das alt hergebrachte Gerät. Bei der Fußballweltmeisterschaft werden sie allerdings mit ihren brasilianischen Ballkünstlern fiebern. |
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Walldorfer Rundschau, Samstag, 27.03.2010 Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V. Generationenwechsel im Vorstand Bei der Jahreshauptversammlung am 18.März traten die beiden langjährigen Vorsitzenden Doris Bernzen und Hanne Meißner von ihren Ämtern zurück. Sie haben den Verein 11 Jahre mit viel Energie und Sachverstand geleitet und insgesamt 32 Projekte erfolgreich begleitet. Ihnen beiden ist der Verein zu größtem Dank verpflichtet und in Anerkennung ihrer hervorragenden Arbeit für den Verein wurden sie zu Ehrenmitgliedern ernannt. Seit 1999 wurden in die Projekte über 620.000 € investiert, davon hat die Stadt Walldorf 30 % eingebracht und 70 % konnten die Projektbetreuer für ihre Projekte sammeln. Mit Barbara Diehm und Sabine Glasbrenner haben sich zwei Mitglieder des Vorstands zur Wahl gestellt, die als Projektbetreuer schon länger im Verein Erfahrung gesammelt haben und von der Arbeitsweise des Vereins sehr überzeugt sind. Frau Petra Schwab, als Vertreterin der evangelischen Kirche, ist aus dem Vorstand ausgeschieden, auch ihr gilt unser besonderer Dank. |
Der alte und neue Vorstand Der neue Vorstand wurde einstimmig wie folgt gewählt: 1.Vorsitzende: Barbara Diehm 2.Vorsitzende: Sabine Glasbrenner Schriftführer und Presse: Sigrid Tuengerthal Kassenwart: Stefan Weisbrod Kassenprüfer: Dieter Burkhard und Klaus Winnes Beisitzer: Doris Bernzen (unabhängige Bürgerin), Heinz Blattmann (Kleiderstube Walldorf e.V.), Marianne Falkner (Gymnasium Walldorf), Wilfried Gerfen (Netzbetreuer, neu im Vorstand), Hanne Meißner (unabhängige Bürgerin), Ulrike Steiger (unabhängige Bürgerin). |
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Rhein-Neckar-Zeitung, Dienstag, 23.03.2010 Mehr als nur ein Tropfen auf den heißen Stein Jahresversammlung des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" — Die langjährige Vorsitzende Doris Bernzen übergibt ihr Amt an Barbara Diehm Walldorf. (aot) In Brasilien sind es unterernährte und vernachlässigte Kinder, in Weißrussland an den Folgen von Tschernobyl leidende Behinderte, in Nicaragua misshandelte und sexuell missbrauchte Mädchen und Frauen, in Moldawien Waisenkinder und in Rumänien von der Gesellschaft ausgegrenzte Roma. Die Liste von Armut, Vernachlässigung und Diskriminierung ließe sich noch lange fortsetzen. Sind bei solch weltweitem Elend 72 000 Euro, die man auf zwölf Projekte in Asien, Afrika und Südamerika verteilt, nicht nur ein Tropfen auf einen heißen Stein?
Stabwechsel beim Verein "Hilfe zur Selbsthilfe": Das alte Vorstandsteam mit Hanne Meißner (2.v.li.) und der ersten Vorsitzenden Doris Bernzen (2.v.re.) übergab seine Ämter in jüngere Hände: links die neue zweite Vorsitzende Sabine Glasbrenner, rechts die neue erste Vorsitzende Barbara Diehm Foto: Ottmann Erneut legte der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf" in seiner Jahresversammlung Rechenschaft ab und beweist damit, dass man mit so einer bescheidenen Summe die Zustände in der Dritten Welt zwar nur punktuell, aber doch nachhaltig verändern kann. Mit wenigen tausend Euro wird ein Kinderdorf aufgebaut, ein Frauenzentrum eingerichtet, --------------------------------------------------- Jeder Spenden-Euro hilft --------------------------------------------------- werden Afrikanerinnen in Hygiene unterwiesen, wird Mädchen das Schneiderhandwerk gelehrt oder eine Krankenstation eingerichtet. Möglich ist das nur, indem jeder gespendete Euro in Hilfe umgesetzt wird, die Projektleiter ihre Flug- und sonstigen Kosten selbst zahlen und man mit anderen Hilfsorganisationen zusammenarbeitet. So mit der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft bei einem Rehabilitationszentrum für Alkohol- und Drogenabhängige und Aids-Infizierte, beim Kinderdorf „Insel der Hoffnung" in |
Weißrussland mit dem Christlichen-Diakonischen Werk Stephanus in Speyer und beim Frauenzentrum in El Viejo mit dem Nicaragua-Forum Heidelberg. Am wichtigsten ist aber die Umsetzung der Hilfe in Selbsthilfe. So wurde in Turuçu, Brasilien, eine Bäckerei eingerichtet, die nicht nur die Schulkinder mit Lunchpaketen versorgt, sondern inzwischen Gewinne für Neuanschaffungen abwirft. In Burkina Faso richtet die afrikanische Mitarbeiterin Cathérine Eklou ambulante Krankenstationen ein, in denen „Multiplikatorinnen" mit einem Notfallkoffer ausgerüstet werden und die medizinische Versorgung übernehmen. Und in Kirtipur, Nepal, wird durch ein Stipendienprogramm Mädchen und Jungen aus besonders benachteiligen Familien der Abschluss der fünfjährigen Primarstufe ermöglicht, Voraussetzung dafür, dass sie sich später einmal selbst versorgen können. Angefangen hatte das Ganze vor elf Jahren mit Doris Bernzen, die der Meinung war, dass das so reiche Walldorf etwas für die Dritte Welt tun müsse. Schnell fand sie Mitstreiterinnen und Mitstreiter, auch die finanzielle Unterstützung der Stadt, und baute Schritt um Schritt ein ganzes Netz an Hilfsmaßnahmen auf. Schweren Herzens verabschiedete sich jetzt die Versammlung von der langjährigen Vorsitzenden, die ihr Amt in jüngere Hände gibt, aber dem Vorstand erhalten bleibt. In ihrer Würdigung führte Schriftführerin Sigrid Tuengerthal aus, Doris Bernzen habe ihre ganze Kraft in die Vereinsarbeit gesteckt und immer nach gemeinsamen Lösungen gesucht. In der zweiten Vorsitzenden Hanne Meißner, die ihr Amt ebenfalls zur Verfügung stellte, habe sie eine treue und zuverlässige Begleiterin gehabt. --------------------------------------------------- Hilfe, keine Almosen --------------------------------------------------- Zur neuen ersten Vorsitzenden wurde Barbara Diehm gewählt, die bisher schon als Beisitzerin im Vorstand tätig war. Ihr gefällt, dass kleine überschaubare Projekte gefördert werden, die zeitlich begrenzt sind. Und dass die meisten Projekte Ansprechpartner vor Ort haben, die englisch oder deutsch sprechen. Ganz im Sinne der bisherigen Vereinsphilosophie meinte sie gegenüber der RNZ: „Wichtigstes Ziel ist es, den Menschen eine wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sie nicht zu Almosenempfängern zu machen oder ihnen Dinge zu geben, die nicht ihrer Kultur entsprechen." Zur zweiten Vorsitzenden wurde Sabine Glasbrenner gewählt, zur Schriftführerin Sigrid Tuengerthal, zum Kassenwart Stefan Weisbrod und zu Beisitzern Doris Bernzen, Heinz Blattmann, Marianne Falkner, Hanne Meißner und Ulrike Steiger. Info: Spenden können auf folgende Konten eingezahlt werden: 57 70 76 74, Sparkasse Heidelberg, BLZ 672 500 20; und 18 01 38 00, Volksbank Wiesloch, BLZ 672 922 00.
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