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Der Verein in den Medien

Artikelauswahl

Lesen Sie bitte die nachfolgenden Artikel:

2010

Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch/Donnerstag, 12./13.05.2010
"Hilfe zur Selbsthilfe" sucht sich neue Projekte

Rhein-Neckar-Zeitung, Dienstag, 23.03.2010
Mehr als nur ein Tropfen auf den heißen Stein

2009

Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 14.10.2009
Es war ein Abend der Emotionen

Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 30.09.2009
Sie helfen, damit Menschen ihr Leben selbst meistern können

Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 17.04.2009
Burkina Faso - Hilfe aus  Walldorf kommt an der Schule an

2008

Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 04.07.2008
1000 Euro für Burkina Faso

Rhein-Neckar-Zeitung, Dienstag, 30.06.2008
Die Bäckerei floriert dank Walldorfer Hilfe

Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 11.06.2008
Cathérine Eklou -Krankenschwester als Managerin

Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 23.05.2008
Der Plantagen-Snack ist in Westafrika beliebt

Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 21.05.2008
Einsatz von Schwester Cathérine trägt Früchte

Rhein-Neckar-Zeitung, Dienstag, 25.03.2008
Auch ein Tropfen auf den heißen Stein kann viel bewirken

2007

Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 08.12.2007-2
Hilfe aus Walldorf für brasilianische Mädchen

Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 08.12.2007-1
6000 Euro für ein Mädchenprojekt

Rhein-Neckar-Zeitung, Montag, 26.11.2007
Der Schulalltag auf Sri Lanka ist wesentlich strukturierter

Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 20.06.2007
Schönes Festwetter und viele fröhliche Menschen

Rhein-Neckar-Zeitung, Donnerstag, 12.04.2007
Mit Engagement und Herzblut bei der Sache

2006

Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 22.12.2006
3230 Euro für Waisenkinder

Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 28.10.2006
2833 Euro für afrikanische Schule

Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 07.10.2006
Die Waldorfer Jaycees spenden für ein Projekt in Burkina Faso

Rhein-Neckar-Zeitung, Montag, 20.06.2006
Waisenkinder sollen eine Schule bekommen

Rhein-Neckar-Zeitung, Montag, 24.04.2006
Grundstein für Waisenhaus ist gelegt 

Rhein-Neckar-Zeitung, Donnerstag, 13.04.2006
Verein will besonders Kindern helfen

2005

Rhein-Neckar-Zeitung, Donnerstag, 16.06.2005
Der Spargelmarkt war ein großes Fest der Freude

Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag, 15.04.2005
Hilfe aus Walldorf geht in die ganze Welt

2004

Rhein-Neckar-Zeitung, Dienstag, 09.11.2004
Die Kindergartenkinder sind Paten

Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 13.10.2004
Mit kostbarer Fracht

Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 18.06.2004
"Für die Kinder von Turuçu ein Fünkchen Hoffnung"

Rhein-Neckar-Zeitung, Donnerstag,  22.04.2004
Verein hilft notleidenden Menschen in armen Ländern

2003

Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch,, 09.10.2003
Sinnvolle Entwicklungshilfe beginnt mit der Hygiene

Rhein-Neckar-Zeitung, Donnerstag, 12.06.2003
Ein bisschen Lebensglück für brasilianische Kinder

2002

Rhein-Neckar-Zeitung, Donnerstag,, 28.11.2002
Hilfe für Behinderte in Kasachstan

2001

Rhein-Neckar-Zeitung , Donnerstag 09.08.01
Hilfe für kasachische Kinder

2000

Rhein-Neckar-Zeitung, Donnerstag, 13.Juli 2000
Entdeckungsreise in ein unbekanntes Land

Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 22.11.2000
Hilfe für Kinder in Gaza

Rhein-Neckar-Zeitung, Samstag 13. Mai 2000
Im Mittelpunkt: Hilfe für Kinder und Familien

Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 05.05.2000
Not nicht als naturgegebenes Schicksal hinnehmen

Rhein-Neckar-Zeitung, Montag, 10.04.2000
Hilfe aus Walldorf geht in alle Welt

1999

Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 20.08.1999
Spende für Burkina Faso

Rhein-Neckar-Zeitung, Montag, 26.04.1999
"Friedensprozess ist unumkehrbar"

Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch, 31.03.1999
Erste Spende für neuen Verein
Evangelische Jugend unterstützt Schule in Burkina Faso

Rhein-Neckar-Zeitung, Freitag, 26.03.1999
"Im Wohlstand Armut nicht vergessen"
In der Astorstadt wurde der Verein "Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf" gegründet

Lesen Sie bitte die nachfolgenden Artikel:

2008

Badische Anzeigen-Zeitung, Mittwoch, 02.07.2008
Wo Brot richtig glücklich macht

2007

Badische Anzeigen-Zeitung, Mittwoch, 11.04.2007
Hoffnung bauen, für sich selbst sorgen können

Lesen Sie bitte die nachfolgenden Artikel:

2007

Badische Zeitung, Montag, 10.09.2007
Kampf für eine bessere medizinische Versorgung

 

 

 

 

 

Lesen Sie bitte die nachfolgenden Artikel:

2010

Walldorfer Rundschau, Samstag, 12.06.2010
Mit Überzeugung für die Armen

Walldorfer Rundschau, Samstag, 22.05.2010
Ein Elternabend ganz anderer Art

Walldorfer Rundschau, Samstag, 27.03.2010
Generationenwechsel im Vorstand

2009

Walldorfer Rundschau, Samstag, 28.11.2009
Ein herzliches Dankeschön dem kommunalen Kindergarten

Walldorfer Rundschau, Samstag, 24.10.2009
Ein großer Abend als Dankeschön

Walldorfer Rundschau, Freitag, 02.10.2009
Hilfe war nie umsonst!

Walldorfer Rundschau, Samstag, 20.06.2009
Das Frauenzentrum El Viejo in Nicaragua

Walldorfer Rundschau, Samstag, 13.06.2009
Einen gemütlichen Abend erleben

Walldorfer Rundschau, Samstag, 16.05.2009
Madame Cathérine versucht überall zu helfen

2008

Walldorfer Rundschau, Samstag, 06.12.2008
Rumänische Waisenkinder

Walldorfer Rundschau, Samstag, 22.11.2008
Mädchenprojekt in Turucu

Walldorfer Rundschau, Freitag, 31.10.2008
Kinder sammeln für Kinder

Walldorfer Rundschau, Samstag, 25.10.2008
Jigiya Bon - Häuser der Hoffnung

Walldorfer Rundschau, Samstag, 18.10.2008
Das Frauenzentrum in El Viejo, Nicaragua

Walldorfer Rundschau, Samstag, 28.06.2008
Wo Brot richtig glücklich macht

Walldorfer Rundschau, Samstag, 17.05.2008
Kleiderstube Walldorf e.V.

Walldorfer Rundschau, Samstag, 19.04.2008
Gymnasium Walldorf - Mädchenprojekt in Turucu

Walldorfer Rundschau, Samstag, 05.04.2008
Jahreshauptversammlung 13. März

Walldorfer Rundschau, Samstag, 23.02.2008
Beispiel einer erfolgreichen Hilfe zur Selbsthilfe

Walldorfer Rundschau, Samstag, 02.02.2008
Bericht über die Spende des Frisörsalons Rapp

Walldorfer Rundschau, Samstag, 26.01.2008
Bericht über den Tag der Vereine

2007

Walldorfer Rundschau, Samstag, 12.05.2007
Bericht über die Jahreshauptversammlung 2007

Walldorfer Rundschau, Samstag, 07.04.2007
Hoffnung bauen

2006

Walldorfer Rundschau, Samstag, 23.12.2006
Weihnachtsgeschenk für rumänische Kinder

Walldorfer Rundschau, Samstag, 04.11.2006
Brunnen für Burkina Faso

Walldorfer Rundschau, Samstag, 28.10.2006
Großartige Spendenaktion zugunsten Patenkinder

Walldorfer Rundschau, Samstag, 07.10.2006
Von Waldorf über Walldorf nach Burkina Faso

Walldorfer Rundschau, Samstag, 07.10.2006
"Von Maryland über Walldorf nach Burkina Faso (2)"

Walldorfer Rundschau, Donnerstag, 28.09.2006
"Von Maryland über Walldorf nach Burkina Faso"

Walldorfer Rundschau, Samstag, 17.06.2006
Elsa Timm hilft immer

Walldorfer Rundschau, Samstag, 10.06.2006
Berichte zum Besuch von Elsa Timm

Walldorfer Rundschau, Samstag, 22.04.2006
Der Grundstein ist gelegt

Walldorfer Rundschau, Samstag, 15.04.2006
Bericht über die Jahreshauptversammlung am 23. März

Walldorfer Rundschau, Samstag, 18.02.2006
Tannenbäume für Tansania

Walldorfer Rundschau, Samstag, 18.02.2006
Herzlicher Dank aus Rybniza

Walldorfer Rundschau, Samstag, 28.01.2006
Krankenversorgung im afrikanischen Busch (Teil 3)

Walldorfer Rundschau, Samstag, 21.01.2006
Krankenversorgung im afrikanischen Busch (Teil 2)

Walldorfer Rundschau, Samstag, 14.01.2006
Krankenversorgung im afrikanischen Busch

2005

Walldorfer Rundschau, Samstag, 24.12.2005
Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Walldorfer Rundschau, Samstag, 19.11.2005
Kommunaler Kindergarten sammelt für HzSW e.V.

Walldorfer Rundschau, Samstag, 15.10.2005
Turucu, eine Stadt wird adoptiert

Walldorfer Rundschau, Samstag, 25.06.2005
Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Walldorfer Rundschau, Samstag, 18.06.2005
Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Walldorfer Rundschau, Samstag, 30.04.2005
Man kann viel lernen, auch wenn man arm ist

Walldorfer Rundschau, Samstag, 15.04.2005
Bericht über die Jahreshauptversammlung am 22. März

2004

Walldorfer Rundschau, Freitag, 24.12.2004
Neues vom Kinderhaus in Turuçu

Walldorfer Rundschau, Samstag, 06.11.2004
Kleine Paten für Vitoria

Walldorfer Rundschau, Samstag, 02.10.2004
Werkbänke und Werkzeug für ukrainische Schule

Walldorfer Rundschau, Freitag, 24.09.2004
Zu Besuch in Walldorf

Walldorfer Rundschau, Samstag, 01.05.2004
Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Walldorfer Rundschau, Freitag, 30.04.2004
Von Burkina Faso bis Brasilien

Walldorfer Rundschau, Samstag 10.04.2004
Jahreshauptversammlung des Vereins
"Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V."

Walldorfer Rundschau, Samstag, 06.03.2004
"Mit vielen Grüßen aus der Waldschule"

2003

Walldorfer Rundschau, Samstag 09.08.2003
Dank aus Nepal

Walldorfer Rundschau, Samstag, 17.05.2003
Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

 

Lesen Sie bitte die nachfolgenden Artikel:

2008

Darmstädter Echo, Mittwoch, 16.07.2008
Aus Seeheim kommt Hilfe für Nepal

2004

Darmstädter Echo, Freitag, 07.05.2004
Seeheimer sammelt für Nepal

 

 

Südhessen Woche

Lesen Sie bitte die nachfolgenden Artikel:

2008

Südhessen Woche, Donnerstag, 24.07.2008
LEUTE: Wilfried Gerfen

 

Der Verein in den Medien 2010

 

     
     
     
     
     
     
     
     

Walldorfer Rundschau, Samstag, 12.06.2010

Mit Überzeugung für die Armen

Verein Hilfe zur Selbsthilfe startet
neues Projekt in Brasilien

Gute und weniger gute Nachrichten hatte Elsa Timm im Gepäck, als sie im Mai dem Verein Hilfe zu Selbsthilfe und auch Bürgermeister Heinz Merklinger einen Besuch abstattete.

Merklinger waren Elsa Timm und ihr Engagement „mit Liebe für die Arbeit mit armen Menschen" noch von ihrem ersten Besuch in Walldorf vor vier Jahren in bester Erinnerung.

Seit zehn Jahren ist die Diplom-Psychologin mit deutschen Wurzeln im brasilianischen Turucu Mittlerin und Vertrauensperson für den Walldorfer Verein Hilfe zur Selbsthilfe und hat vor Ort viele Projekte erfolgreich auf den Weg gebracht. Dazu gehörten unter anderem der Aufbau einer Schreinerei, einer Bäckerei, einer Kleiderstube und einer Baumschule. Auch in Sachen Mädchenzentrum oder eines Schülerhorts war Elsa Timm erfolgreich aktiv und vermittelte außerdem über siebzig Patenschaften für benachteiligte Kinder. Die Kleinstadt Turucu in Südbrasilien, die wirtschaftlich sehr unterentwickelt ist, profitierte vom Engagement des Vereins und Elsa Timms, die bei der Stadt Turucu angestellt war, sehr. In kleinen Schritten hat sich die Situation für viele Familien nach und nach verbessert. „Für viele Einwohner bedeuten die Projekte des Vereins ein besseres Leben, denn der Verein ist der einzige Arbeitgeber in Turucu", so Elsa Timm. Es sei auch deutlich zu sehen, welcher große Unterschied zwischen den Kindern mit und ohne Patenschaften mittlerweile bestehe.
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... dann kam alles anders
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Mit der Wahl eines neuen Bürgermeisters im Jahr 2008 bahnte sich jedoch überraschend eine unerwartete Entwicklung an. Nachdem der neue Bürgermeister zunächst versprochen hatte, alle Projekte des Walldorfer Vereins zu unterstützen, blockierte er schließlich alles. Für die Einwohner von Turucu bedeuteten nicht nur die Schließung der sehr gut angenommenen Bäckerei und Schreinerei einen Rückschlag, sondern dazu kam Ende Januar 2009 noch eine schwere Überschwemmung, die viele der ärmlichen Hütten zerstörte. Claudia Frey, die in Walldorf gemeinsam mit Barbara Diehm, der neuen Vorsitzenden des Vereins, die Projekte in Turucu betreut, flog schließlich auf eigene Kosten dorthin. Sie suchte das Gespräch mit dem neuen Bürgermeister, der sich zunächst verständig zeigte. Inzwischen ist zwar die Bäckerei wieder geöffnet, auch das Mädchenzentrum und das Kinderhaus, das 2003/2004 mit Unterstützung des Vereins für sozial benach-

 

teiligte Kinder erbaut wurde, laufen weiter. Doch dieSchreinerei, die auch ausbildete, steht still. Überraschend kündigte die Stadt Elsa Timm im Februar, was für den Walldorfer Verein das Signal war, unter die Projekte in Turucu einen Schlussstrich zu ziehen. „Ohne Elsa Timm fehlt uns die Vertrauensperson vor Ort", so Doris Bernzen, die die Projekte in Südbrasilien selbst jahrelang betreut hat. Für die Patenkinder sei jedoch auch weiterhin gesorgt, versicherte Elsa Timm.
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Neuanfang in Sao Laurenço
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Die gute Nachricht Elsa Timms lautete, dass sie in ihrem Wohnort Sao Laurenço einen gemeinnützigen Verein gründen will, der partnerschaftlich mit der ökumenischen Kirche vor Ort zusammenarbeiten soll. Sie will dort nicht nur ein Patenschaftsprogramm aufbauen, sondern ein in Sao Laurenço seit acht Jahren laufendes Projekt unterstützen. Dieses widmet sich bedürftigen Erwachsenen, die im Schreiben, Nähen, Kochen und Stricken unterrichtet werden. Es soll außerdem eine Kleiderstube entstehen und auch ein ökologisches Projekt will Elsa Timm wieder auf den Weg bringen. Barbara Diehm und auch die 2. Vorsitzende des Vereins, Sabine Glasbrenner, sind sich sicher, dass die bisherigen Förderer und Unterstützer des Turu9u-Projekts sich auch für Sao Laurenço engagieren werden. „Auch in Sao Lauren90 gibt es sehr viele bedürftige Kinder", so Sabine Glasbrenner.

 

Mit Elsa Timm (Mitte) wird der Neuanfang in Sao Laurenço gelingen. Dessen sind sich Sabine Glasbrenner, Doris Bernzen und Barbara Diehm vom Verein Hilfe zur Selbsthilfe sowie auf städtischer Seite Kämmerer Stefan Weisbrod, Bürgermeister Heinz Merklinger und Uta Maier sicher (v.l.n.r./Foto: Pfeifer)

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 22.05.2010

Ein Elternabend ganz anderer Art

Unser Verein hatte die deutschen Pateneltern brasilianischer Kindern aus Turucu zu einem gemeinsamen Abend mit Elsa Timm, unserer Projektbetreuerin vor Ort eingeladen. Erfreulich viele Eltern kamen, um sich über „ihr" Patenkind zu erkundigen und Informationen über den Stand des Patenschaftsprojektes zu erhalten.

Der Verein hat 10 Jahre lang in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Frau Timm und den Organen der Kommune 164 Kleinkinder bis zum Schuleintritt finanziell unterstützt, so dass es heute dort keine unterernährten Kinder mehr gibt, alle sind ordentlich geklei­det und die Eltern haben viel Unterstützung bei deren Erziehung erhal-

Elsa Timm berichtet von ihren Projekten

 

ten. Die Bedeutung von Hygiene, gesunder Ernährung und Bildung konnte den meisten Eltern nachhaltig vermittelt werden. Die politische Situation hat sich nach der Wahl eines neuen Bür­germeisters sehr nachteilig für Frau Timm und unsere Projekte entwickelt, so dass wir uns entschlossen haben, alle Projekte dort zu beenden. Die meisten Projekte liefen auch schon in den letzten Jahren ohne unsere finanzielle Unterstützung, also wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe.

Für die nächsten drei Jahre hat der Bürgermeister .genug Geld zur Versorgung der Patenkinder aus den gut laufenden Projekten zur Seite gelegt. Das wissen auch die Eltern der Patenkinder und sie werden auf ihre Unterstützung bestehen. Frau Timm, der gekündigt wurde, kann dieses Projekt nicht mehr betreuen, deshalb sehen wir uns gezwungen, es zu beenden.

Aus den Worten von Frau Timm, ihrer Mimik und Gestik konnten alle Anwesenden entnehmen, wie sehr ihr die Kinder und ihre Familien am Herzen liegen, wie sehr sie aber auch zuletzt in ihre Arbeit behindert wurde. Mir erstaunlicher Energie hat sie sich schon wieder einem neuen Projekt zugewendet, von dem wir Ihnen in Kürze berichten werden.

In Brasilien gibt es ein schönes Sprichwort: Immer wenn sich irgendwo eine Tür schließt, öffnet sich woanders ein Fenster. An diesem Abend waren alle damit einverstanden, die Tür in Turucu zu schließen und ein neues Fenster in Sao Lourenco, dem Wohnort von Frau Timm, zu öffnen.

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Rhein-Neckar-Zeitung, Mittwoch/Donnerstag, 12./13.05.2010

"Hilfe zur Selbsthilfe"
sucht sich neue Projekte

Die Unterstützung der brasilianischen Stadt Turucu wurde beendet - Auch im 26 Kilometer entfernten Sao Lourenco gibt es viel zu tun.

Walldorf. (behe) Die Projekte des Walldorf er Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" in Turucu/Brasilien sind zehn Jahre gut gelaufen, jetzt müssen sie beendet werden. Stattdessen kommen nach Sao Lourenco, einer 26 Kilometer von Turucu entfernten Stadt, neue von Walldorf geförderte Projekte. In Turucu hatte der Verein eine Schreinerei, eine Bäckerei und eine Baumschule aufgebaut. Auch die Instrumente für eine Musikkapelle, eine Kleiderstube und 73 Patenschaften für Kinder aus bedürftigen Familien wurden von Walldorf aus ins Leben gerufen und finanziert. Des Weiteren wurde dort mit einer 5000-Euro-Spende der Schülermitverwaltung des Gymnasiums ein Aufklärungs- und Bildungsprojekt für arme Mädchen realisiert.

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"Die Hilfe wird nicht vergessen"

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Die verheerende Überschwemmung im Januar 2009 zerstörte jedoch die meisten Hütten, der größte Arbeitgeber, eine Lederfabrik, musste die Produktion beenden, und seither wandern immer mehr Einwohner von Turucu in bessergestellte Landesteile ab. Der neu gewählte Bürgermeister der Gemeinde besetzte die Verwaltung mit Leuten aus seinem näheren Umfeld, verordnete der Gemeinde einen Sparkurs und kündigte die Arbeitsverträge der Mitarbeiter der Walldorfer Projekte. Auch die Projektleiterin vor Ort, Elsa Timm, erhielt die Kündigung. Nur die Bäckerei wird noch fortgeführt und für die Kinderpatenschaften steht noch drei Jahre lang, bis zum Beginn der Schulpflicht, das von Walldorf gespendete Geld zur Verfügung. Die Kinder erhalten aus den Patenschaften in erster Linie Lebensmittel. Da alle Hilfe und das Vertrauen des Vereins an Elsa Timm geknüpft waren, hat "Hilfe zur Selbsthilfe" jetzt die Unterstützung von Turucu beendet.

Elsa Timm, die auf eigene Kosten zurzeit im "Land meiner Vorfahren, die 1870 nach Brasilien ausgewandert sind". Urlaub macht, berichtete Bürgermeister Heinz Merklinger und dem Vereinsvorstand über die Geschehnisse und zeigte die neuen Hilfsprojekte auf. "In Turucu wird die Walldorfer Hilfe nicht vergessen." Und in Sao Lourenco wird der Verein nun eng mit der dortigen ökumenischen Kirche zusammenarbeiten. Ein Projekt läuft dort bereits. Bedürftige Erwachsene erhalten Kurse im Stricken, Nähen, Kochen u8nd auch im Lesen und Schreiben, da immer noch viele nicht alphabetisiert sind.

 

Die Vorsitzende des Hilfsvereins, Barbara Diehm, möchte, dass auch ein Patenschaftsprogramm wie in Turucu aufgebaut wird. Pateneltern können dabei bedürftige Kinder bis zum Schuleintritt mit einer Patenschaft von 150 Euro im Jahr unterstützen.

Ein weiteres Förderprojekt ist ökologisch. Auf den brachliegenden, durch Raubbau abgeholzten ehemaligen Waldflächen werden Bäume und einheimische Sträucher gepflanzt. Die Rodung riesiger Flächen in Brasilien ist mit ein Grund; warum die Überschwemmungen, die das Land immer wieder heimsuchen, so verheerend ausfielen.

Der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe" informierte die Walldorfer Stadtverwaltung über seine neuen Projekte in Brasilien: (v.ii.) Sabine Glasbrenner (zweite Vorsitzende), Doris Bernzen, Barbara Diehm (Vorsitzende), Elsa Timm (Projektbetreuerin in Brasilien), Kämmerer Stefan Weisbrod, Bürgermeister Heinz Merklinger und Uta Maier. Foto: Pfeifer

Interessant waren schließlich die Aussagen von Elsa Timm zur Bevölkerung in dem Gebiet um Sao Lourenco. Sie besteht zum größten Teil aus den Nachkommen deutscher Einwanderer. Sao Lourenco allein hat 23000 deutschstämmige Einwohner. Sie sprechen immer noch Deutsch als Muttersprache, nicht selten im Dialekt der ehemaligen Heimat. Elsa Timms Familie lebt jetzt in der fünften Generation in dem Land. Es gibt dort deutschsprachige Rundfunk- und Fernsehsender und die Gottesdienste werden in deutscher Sprache gehalten. Die deutsche Kolonie in Brasilien, die Gemeindepfarrer und kirchlichen Mitarbeiter wurden von den deutschen Kirchen über die Jahrhunderte unterstützt. Die Deutschbrasilianer pflegen mit viel Liebe ihre angestammte Kultur und Sprache, sie bestellen ihre Acker und Felder immer noch mit Pflug und Pferd und benutzen in Haus und Hof das alt hergebrachte Gerät. Bei der Fußballweltmeisterschaft werden sie allerdings mit ihren brasilianischen Ballkünstlern fiebern.

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Walldorfer Rundschau, Samstag, 27.03.2010

Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.

Generationenwechsel im Vorstand

Bei der Jahreshauptversammlung am 18.März traten die beiden langjährigen Vorsitzenden Doris Bernzen und Hanne Meißner von ihren Ämtern zurück. Sie haben den Verein 11 Jahre mit viel Ener­gie und Sachverstand geleitet und insgesamt 32 Projekte erfolgreich begleitet. Ihnen beiden ist der Verein zu größtem Dank verpflichtet und in Anerkennung ihrer hervorragenden Arbeit für den Verein wurden sie zu Ehrenmitgliedern ernannt. Seit 1999 wurden in die Projekte über 620.000 € investiert, davon hat die Stadt Walldorf 30 % eingebracht und 70 % konnten die Projektbetreuer für ihre Projekte sammeln. Mit Barbara Diehm und Sabine Glasbrenner haben sich zwei Mitglieder des Vorstands zur Wahl gestellt, die als Projektbetreuer schon länger im Verein Erfahrung gesammelt haben und von der Arbeitsweise des Vereins sehr überzeugt sind. Frau Petra Schwab, als Vertreterin der evangelischen Kirche, ist aus dem Vorstand ausgeschieden, auch ihr gilt unser besonderer Dank.

 

Der alte und neue Vorstand

Der neue Vorstand wurde einstimmig wie folgt gewählt: 1.Vorsitzende: Barbara Diehm

2.Vorsitzende: Sabine Glasbrenner

Schriftführer und Presse: Sigrid Tuengerthal

Kassenwart: Stefan Weisbrod

Kassenprüfer: Dieter Burkhard und Klaus Winnes

Beisitzer: Doris Bernzen (unabhängige Bürgerin), Heinz Blatt­mann (Kleiderstube Walldorf e.V.), Marianne Falkner (Gymnasium Walldorf), Wilfried Gerfen (Netzbetreuer, neu im Vorstand), Hanne Meißner (unabhängige Bürgerin), Ulrike Steiger (unabhängige Bürgerin).

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Rhein-Neckar-Zeitung, Dienstag, 23.03.2010

Mehr als nur ein Tropfen auf den heißen Stein

Jahresversammlung des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe" — Die langjährige Vorsitzende Doris Bernzen übergibt ihr Amt an Barbara Diehm

Walldorf. (aot) In Brasilien sind es unterernährte und vernachlässigte Kinder, in Weißrussland an den Folgen von Tschernobyl leidende Behinderte, in Nicaragua misshandelte und sexuell missbrauchte Mädchen und Frauen, in Moldawien Waisenkinder und in Rumänien von der Gesellschaft ausgegrenzte Roma. Die Liste von Armut, Vernachlässigung und Diskriminierung ließe sich noch lange fortsetzen. Sind bei solch weltweitem Elend 72 000 Euro, die man auf zwölf Projekte in Asien, Afrika und Südamerika verteilt, nicht nur ein Tropfen auf einen heißen Stein?

Stabwechsel beim Verein "Hilfe zur Selbsthilfe": Das alte Vorstandsteam mit Hanne Meißner (2.v.li.) und der ersten Vorsitzenden Doris Bernzen (2.v.re.) übergab seine Ämter in jüngere Hände: links die neue zweite Vorsitzende Sabine Glasbrenner, rechts die neue erste Vorsitzende Barbara Diehm                                                            Foto: Ottmann

Erneut legte der Verein „Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf" in seiner Jahresversammlung Rechenschaft ab und beweist damit, dass man mit so einer bescheidenen Summe die Zustände in der Dritten Welt zwar nur punktuell, aber doch nachhaltig verändern kann. Mit wenigen tausend Euro wird ein Kinderdorf aufgebaut, ein Frauenzentrum eingerichtet,

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Jeder Spenden-Euro hilft

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werden Afrikanerinnen in Hygiene unterwiesen, wird Mädchen das Schneiderhandwerk gelehrt oder eine Krankenstation eingerichtet. Möglich ist das nur, indem jeder gespendete Euro in Hilfe umgesetzt wird, die Projektleiter ihre Flug- und sonstigen Kosten selbst zahlen und man mit anderen Hilfsorganisationen zusammenarbeitet.

So mit der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft bei einem Rehabilitationszentrum für Alkohol- und Drogenabhängige und Aids-Infizierte, beim Kinderdorf „Insel der Hoffnung" in

 

Weißrussland mit dem Christlichen-Diakonischen Werk Stephanus in Speyer und beim Frauenzentrum in El Viejo mit dem Nicaragua-Forum Heidelberg. Am wichtigsten ist aber die Umsetzung der Hilfe in Selbsthilfe.

So wurde in Turuçu, Brasilien, eine Bäckerei eingerichtet, die nicht nur die Schulkinder mit Lunchpaketen versorgt, sondern inzwischen Gewinne für Neuanschaffungen abwirft. In Burkina Faso richtet die afrikanische Mitarbeiterin Cathérine Eklou ambulante Krankenstationen ein, in denen „Multiplikatorinnen" mit einem Notfallkoffer ausgerüstet werden und die medizinische Versorgung übernehmen. Und in Kirtipur, Nepal, wird durch ein Stipendienprogramm Mädchen und Jungen aus besonders benachteiligen Familien der Abschluss der fünfjährigen Primarstufe ermöglicht, Voraussetzung dafür, dass sie sich später einmal selbst versorgen können.

Angefangen hatte das Ganze vor elf Jahren mit Doris Bernzen, die der Meinung war, dass das so reiche Walldorf etwas für die Dritte Welt tun müsse. Schnell fand sie Mitstreiterinnen und Mitstreiter, auch die finanzielle Unterstützung der Stadt, und baute Schritt um Schritt ein ganzes Netz an Hilfsmaßnahmen auf. Schweren Herzens verabschiedete sich jetzt die Versammlung von der langjährigen Vorsitzenden, die ihr Amt in jüngere Hände gibt, aber dem Vorstand erhalten bleibt. In ihrer Würdigung führte Schriftführerin Sigrid Tuengerthal aus, Doris Bernzen habe ihre ganze Kraft in die Vereinsarbeit gesteckt und immer nach gemeinsamen Lösungen gesucht. In der zweiten Vorsitzenden Hanne Meißner, die ihr Amt ebenfalls zur Verfügung stellte, habe sie eine treue und zuverlässige Begleiterin gehabt.

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Hilfe, keine Almosen

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Zur neuen ersten Vorsitzenden wurde Barbara Diehm gewählt, die bisher schon als Beisitzerin im Vorstand tätig war. Ihr gefällt, dass kleine überschaubare Projekte gefördert werden, die zeitlich begrenzt sind. Und dass die meisten Projekte Ansprechpartner vor Ort haben, die englisch oder deutsch sprechen. Ganz im Sinne der bisherigen Vereinsphilosophie meinte sie gegenüber der RNZ: „Wichtigstes Ziel ist es, den Menschen eine wirkliche Hilfe zur Selbsthilfe zu geben und sie nicht zu Almosenempfängern zu machen oder ihnen Dinge zu geben, die nicht ihrer Kultur entsprechen."

Zur zweiten Vorsitzenden wurde Sabine Glasbrenner gewählt, zur Schriftführerin Sigrid Tuengerthal, zum Kassenwart Stefan Weisbrod und zu Beisitzern Doris Bernzen, Heinz Blattmann, Marianne Falkner, Hanne Meißner und Ulrike Steiger.

Info: Spenden können auf folgende Konten eingezahlt werden: 57 70 76 74, Sparkasse Heidelberg, BLZ 672 500 20; und 18 01 38 00, Volksbank Wiesloch, BLZ 672 922 00.

 

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