| Anfang |
Ambulante Krankenstation 'APERSEC'* Ouagadougou, Burkina Faso
* Verein APERSEC (Association Notre Dame de Perpétuel Sécour)
|
Projektbetreuung in Walldorf:
Sigrid Tuengerthal
|
|
Projektbetreuung vor Ort: Cathérine Eklou
Partner vor Ort Verein APERSEC * |
|
|
|
Burkina Faso ist eines der ärmsten Länder Afrikas. Daher haben wir bereits im Jahr 2000 beschlossen wir, hier ein weiteres Projekt zu unterstützen. In Ouagadougou hat Frau Cathérine Eklou, eine in Deutschland zur Krankenschwester ausgebildete Ghanaerin, den gemeinnützigen Verein APERSEC (Association Notre Dame de Perpétuel Sécour) gegründet, um in angemieteten Räumen zusammen mit zwei einheimischen Ärzten eine ambulante Krankenstation einzurichten. Mit diesen Ärzten bereist sie an mehreren Tagen in der Woche auch abgelegene Dörfer, um dort die medizinische Versorgung der Bewohner durch kostenlose Beratung und Betreuung zu verbessern. Mit Spenden, die sie bereits vor unserer Annahme des Projektes in deutschen Kliniken gesammelt hat, konnte sie dafür in Deutschland schon einen gebrauchten VW-Bus kaufen, den sie Ende 2000 selbst nach Burkina Faso überführt hat. |
|
Da Frau Eklou jedes Jahr nach Deutschland kommt, um hier an einer Klinik zu arbeiten, ist gewährleistet, dass wir regelmäßig Rechenschaftsberichte erhalten. Dem Team von Cathérine Eklou gehören inzwischen auch weitere Krankenpfleger und Hebammen an. Erfolgreich wurden von Frau Eklou zahlreiche Multiplikatorinnen zur Unterstützung ihrer Arbeit ausgebildet. Frauen aus den Dörfern, die das Team besucht, wurden eine Woche lang in Hygiene, erster Hilfe sowie Säuglingspflege und - Ernährung unterwiesen. Zum Abschluss der Ausbildung gab es für jedes Dorf einen Kasten mit Verbandsmaterial, einem Fieberthermometer, einem Blutdruckmessgerät und fiebersenkenden Mitteln. So können sich die Dorfbewohner während der Regenzeit ein wenig selber helfen, wenn der Bus mit Frau Eklou und ihren Mitarbeitern wegen der schlechten Straßenverhältnisse nicht kommen kann. Wenn alle Dorfbewohner zusammenkommen ist es schwer, sich bei der Aufklärungsarbeit Gehör zu verschaffen. Denn Aufklärung über Hygiene, Ernährung, Schwangerschaftsverhütung und Aids halten Cathérine Eklou und ihr Team für ihre wichtigsten Aufgaben. |
|
Dank der Unterstützung durch unseren Verein aber auch durch andere Organisationen haben sich in unserem Hilfsprojekt APERSEC vielfältige Aktivitäten entwickelt, die der armen Dorfbevölkerung Burkina Fasos neben der medizinischen Unterstützung nun auch wichtige Hilfe in hygienischen, sozialen und auch wirtschaftlichen Fragen bieten. Dazu gehört seit 2009 auch die Errichtung einer kleinen Grundschule. |
|
Ein Bericht von Cathérine Eklou über APERSEC vom Januar 2010 |
|
Auszüge:
. . .
Das Projekt hat nach
wie vor keine Schwierigkeiten.
Brunnenbau: Seit Oktober 2009 stand als erstes im Programm der Brunnenbau. Er ist mit Erfolg kurz vor Weihnachten zu Ende gegangen. Es ist ja bekannt, dass dieses Programm von der katholischen Gemeinde St. Peter und Paul in Schwäbisch Gmünd finanziert wurde. Nun kommt die Ausbildung der Dorfgemeinde, damit sie die Verwaltung des Brunnens in eigene Verantwortung nehmen können. Die Schule und die Dorfgemeinde sind froh und dankbar über das saubere Trinkwasser, das aus 70m Tiefe kommt. Wir haben zusammen mit der Schule neue Ideen zum Bäume pflanzen und Gemüseanbau entwickelt. So können Schüler lernen, was Umweltschutz und Gemüse für den Mensch bedeuten.
Schule in einem Dorf: Die St. Landolin Realschule in Ettenheim/Deutschland hilft seit einem Jahr der Dorfschule in Napamboumbou in Burkina Faso. Im September 2009, als ich einen Vortrag über unsere Arbeit in Burkina hielt, erhielt ich am Ende einen Scheck von € 2.000 von den Schülern und Schülerinnen. Diese Summe habe ich nun für den Bau eines Klassenzimmers für mehr als 150 Kinder im Schulalter in einem unserer neuen Dörfer vorgesehen. Ich brauche weitere finanzielle Hilfe für Material wie Schulbänke und die Endphase des Gebäudes. Es ist ein Dorf mit 1300 Einwohnern, unter denen circa 150 Kinder im Schulalter sind; aber das Dorf hat keine Schule, keine Krankenstation und keinen Brunnen. Frauen müssen mindestens 10km zurücklegen, um Trinkwasser zu holen. Vielleicht kann Hilfe zur Selbsthilfe uns zur Hilfe kommen. Wir danken herzlich im Voraus.
Vier neue Dörfer: Seit vielen Monaten betreuen wir vier neue Dörfer mit insgesamt 18.000 Einwohnern. Inzwischen haben drei alte Dörfer Krankenstationen vom Staat bekommen, so dass wir nicht mehr in diese Dörfer fahren müssen. Unser Ziel ist es, je nach finanzieller Möglichkeit neue Dörfer ins Basisgesundheitsaufklärungsprogramm aufzunehmen. Gesamtzahl der Einwohner der vier neuen sowie der alten Dörfer liegt bei etwa 32.000. Unsere neun Jahre Felderfahrung hat gezeigt, dass wir sehr viel Wert auf Schulbildung, Gesundheit und sauberes Trinkwasser für Menschen legen müssen, um eine dauerhafte Entwicklung zu erzielen. Seit fast zwei Jahren arbeiten wir sehr intensiv mit den Dorfschulen zusammen, und wir spüren enorme Erleichterung. Schulbildung ist das A und O für unsere Länder. Am kommenden Donnerstag, 28.01.2010 fährt die Bürgermeisterin der Gemeinde mit dem APERSEC-Team in das Dorf, wo wir das neue Klassenzimmer errichten möchten. Ein Zeichen , dass sie von unserer Arbeit überzeugt ist. Es war wieder sehr viel Hin und Her, bis wir alle Behörden in der Region über unser Unternehmen informiert hatten, damit sie uns dann die nötige Erlaubnis erteilen. Der Staat übernimmt die Kosten für die Lehrer.
|
|
Bitte informieren Sie sich über den
Projektverlauf |
|
Die weiteren Aktivitäten im Projekt APERSEC |
|
|
|
|
|