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Nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe in Kasachstan

Epilepsie ist eine Behinderung, die durch Geburt, aber auch durch Unfall oder Operation entstehen kann. Aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung ist diese Krankheit besonders in den ehemaligen Ostblockstaaten häufig anzutreffen. Auch in Kasachstan gab es keine Anlaufstelle für die an Epilepsie erkrankten Menschen. 

Rehabilitationsfachleute der SHS beobachteten während ihrer Tätigkeit in Almaty ein gehäuftes Auftreten von Epilepsie bei Kindern und Jugendlichen. Daraus entstand die Idee, am Universitätskrankenhaus der damaligen kasachischen Hauptstadt eine Ambulanz einzurichten.

Der „Verein Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf“ finanzierte in Zusammenarbeit mit diesen Fachleuten im Jahr 2001 den Aufbau einer Praxis für Kinder und Jugendliche. 

Zunächst wurden mit Spendengeldern von etwa 20.000 € zwei Räume an der Uni Klinik Almaty gemietet und mit entsprechendem medizinischem Gerät ausgestattet. Zur Diagnose, Behandlung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen, die an Epilepsie erkrankt waren und bisher in Kasachstan so gut wie keine fachgerechte Behandlung erfahren konnten, wurde der kasachischer Arzt Dr. Petrov,   mit den notwendigen medizinischen Geräten ausgestattet. Zuvor durfte er an der Universitätsklinik Heidelberg eine Ausbildung absolvieren.

Der Arzt arbeitet dort bis heute in mehreren Räumen und wird hierbei von zwei Mitarbeitern unterstützt. Neben der Tätigkeit in der Ambulanz ist Dr. Petrov beauftragt, regelmäßig auf dem Lande Sprechstunden für Epilepsiekranke anzubieten. Er erhielt daher im Jahr 2002 einen Laptop, der ihn vor Ort befähigte, Diagnosen zu dokumentieren und Krankheitsverläufe zu evaluieren. Auf diese Weise wurde versucht, eine flächendeckende Versorgung in Kasachstan aufzubauen. Die Einrichtung leistet bis heute, auch durch ihre ständige Fortbildung von kasachischen Ärzten, eine wertvolle Arbeit.

Dieses Projekt zeigt, wie durch die materielle Unterstützung dieser Maßnahme Hilfe zur Selbsthilfe ihre Wirkung zeigt.