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Vom Elsass bis nach Westafrika – Hilfe zur Selbsthilfe Walldorf e.V.
Burkina Faso

Vom Elsass bis nach Westafrika

Wie das Virus nach Burkina Faso kam.

Am 09.03.2020 zählte Burkina Faso 384 Infizierte, 127 Geheilte und 19 Tote.  Die Covid-19 Viren wurden von einem Pastorenehepaar ins Land geschleppt, das im Elsass eine große Versammlung zur Evangelisation mit ihren französischen Kollegen veranstaltet hatte. Nach ihrer Rückkehr bewegten sie sich frei und hielten Gottesdienste und Veranstaltungen bis zum Krankheitsausbruch weiter. So kamen viele ihrer Gemeindemitglieder in Kontakt mit dem Virus und somit die schnelle Kontamination. Eines der Kreiskrankenhäuser in Ouagadougou  (nach dem ehem. Präsidenten Blaise Compaore benannt) wurde geräumt und freigestellt für die Covid- 19 Patienten. Die ohnehin schon schlechte medizinische Versorgung der afrikanischen Bevölkerung und eine Pandemie in diesem Ausmaße,  da weiß man nicht, wie Afrika die Situation meistern kann!!!

Offiziell ist Ausgangssperre, Schulen, Universitäten, alle religiöse Einrichtungen und Märkte sind zu. Man soll zu Hause bleiben aber wie kann man dies den Menschen klar machen, wenn die meisten sehr arm sind, nicht genug zum Essen haben und nicht alles verstehen können, was eine Infektion bedeutet und wie man sich verhalten soll.

Noch werden keine Masken genäht, junge Mädchen lernen in unserer Nähstube

In unserem medizinischen Zentrum haben wir bis jetzt kein Problem. Unsere Projektbetreuerin Cathérine Eklou fing sehr früh an mit Schutzmaßnahmen bevor diese offiziell angeordnet wurden. Für das Personal besorgte Sie genügend Masken, Seife zum Händewaschen und Desinfektionsmittel und schaut, dass es immer Nachschub gibt. Am Eingang im Zentrum gibt es die Möglichkeit zum Händewaschen und Desinfizieren. Sie bieten auch Masken an, gegen einen kleinen Beitrag. Natürlich gingen die Preise in die  Höhe, weil es überall fehlte. Schutzkittel bekommt man kaum, aber Frau Eklou hatte im Sommer eine größere Menge im Container aus Deutschland mitgebracht.

Eine ihrer schnellen Reaktion war, dass Sie eine Krankenschwester vom Zentrum in Quarantäne schickte, als Sie erfuhr, dass diese ein Mitglied der Gemeinde des Pastorenehepaars ist. Zum Glück kam sie gesund nach 14 Tagen zurück und arbeitet nun wieder.  

Unsere Soforthilfe von 2.000 Euro ist eine große Hilfe zur Finanzierung der Schutzmaßnahmen gegen Covid-19. Die Aufklärung der armen Bevölkerung ist ein wichtiger Aspekt, um die Verbreitung einzuschränken.